| Forum über die chinesisch-amerikanischen Handelsbeziehungen in Beijing |
| 2005/11/16 |
| Im Vorfeld des Chinabesuchs von US-Präsident George W. Bush hat am Montag in Beijing das zweite Forum über die chinesisch-amerikanischen Beziehungen stattgefunden. Dabei haben Politiker, Experten und Handelsvertreter beider Länder Fragen der bilateralen Beziehungen erörtert, darunter die Unausgewogenheit im chinesisch-amerikanischen Handel, den Textilstreit und den Schutz geistigen Eigentums. Beide Seiten waren sich einig, dass die bilaterale Zusammenarbeit weiter ausgebaut werden soll. Der ehemalige US-Präsident George Bush würdigte die Entwicklung der bilateralen Beziehungen in den letzten Jahren. "Mein ältester Sohn, George W. Bush, der derzeitige US-Präsident, wird in Kürze China besuchen. Er steht China positiv gegenüber und legt großen Wert auf die bilateralen Beziehungen. Seiner Meinung nach befinden sich die bilateralen Beziehungen derzeit in einer nie da gewesenen Blütephase und haben noch Raum für weitere Entwicklung. In den letzten Jahren haben sich die bilateralen Beziehungen drastisch verändert. Wir halten die chinesisch-amerikanischen Beziehungen für eine der wichtigsten internationalen Beziehungen. Die USA hoffen auf ein stabiles, gedeihendes China, das seine Nachbarländer als Freunde betrachtet," sagte Bush senior. In letzter Zeit hat sich der chinesisch-amerikanische Handel rapid entwickelt. Zurzeit sind China und die USA der dritt- beziehungsweise zweitgrößte Handelspartner der jeweils anderen Seite. Aber die rasche Entwicklung des bilateralen Handels hat auch zu Handelsunausgewogenheiten geführt, besonders zu einem US-Handelsdefizit gegenüber China, was in den USA Besorgnis ausgelöst hat. US-Vizehandelsminister David Sampson ist da allerdings anderer Ansicht. "Die Leute sprechen oft von einem US-Handelsdefizit gegenüber China. Aber sie übersehen eine Tatsache, und zwar dass US-Unternehmen in China Geschäfte mit einem Handelsvolumen von fünf Milliarden US-Dollar getätigt haben. Wir haben auch gegenüber Deutschland und Japan eine negative Handelsbilanz und trotzdem wächst die Wirtschaft der USA ständig. Daher ist es falsch und inakzeptabel, sich ausschließlich auf das Handelsdefizit zu konzentrieren", sagte er. (China.org.cn, 16. November 2005) |