Home Website of China's central government Chinesisch-oesterreichische Beziehungen Visum Militaer Handel und Wirtschaft Bildungswesen Wissenschaft und Technik Kultur und Tourismus
   
Home > Nachrichten
Ein kurzer geschichtlicher Überblick über Tibet



China ist ein vereinigter Vielvölkerstaat, Tibet ist von alters her ein unabtrennbarer Bestandteil Chinas. Die Tubo-Nationalität Anfang des 7. Jahrhunderts vereinigte der tibetische Nationalheld Songtsan Gampo auf dem Tibet-Hochplateau über zehn Stämme und Sippen und gründete die Tubo-Dynastie, deren Hauptstadt Lhasa wurde. Er heiratete dann im Jahr 641 die Tang-Prinzessin Wencheng (Nichte des Kaisers Taizong) und stellte mit der Tang-Dynastie freundschaftliche Beziehungen in den Bereichen Politik, Wirtschaft und Kultur her. Die von Songtsan Gampo begründete „Onkel-Neffen-Beziehung zwischen der Tubo- und der Tang-Dynastie währte über 200 Jahre. Inzwischen hatten die beiden Seiten ein Bündnis geschlossen. Es gibt drei Stelen mit Inschriften über das Bündnis, eine davon vor dem Jokhang-Kloster in Lhasa. Vereinigung Tibets mit China Anfang des 13. Jahrhunders gründete der mongolische Führer Dschingis Khan im Norden Chinas das mongolische Reich. 1247 traf der tibetische Führer der Sekte Sakyapa, Sapan Gongar Gyamcan, mit Go Tan, einem Sohn des mongolischen Königs, in Liangzhou (heute Wuwei, Provinz Gansu) zusammen, mit dem er die Bedingungen für eine Eingliederung Tibets ins mongolische Reich aushandelte. Das lokale Regime Sakya wurde errichtet. Ab 1271 nannten die Mongolen ihre Herrschaft Yuan-Dynastie, und im Jahr 1279 vereinigte sieChina und gründete eine einheitliche Macht. Tibet wurde zu einem Verwaltungsgebiet Chinas, das direkt von der zentralen Regierung der Yuan-Dynastie verwaltet wurde. Weiterentwicklung Tibets innerhalb von China Seit Tibet Mitte des 13. Jahrunderts dem Territorium der Yuan-Dynastie offiziell angegliedert wurde, stand es stets unter der Verwaltung der Zentralregierung, ungeachtet der Wechsel der Dynastien. Nach der Gründung der Ming-Dynastie im Jahr 1368 wurde eine Belehnungspolitik durchgeführt, und den Anführern der religiösen Sekten wurden Titel wie "Gottkönig" und "König der Gesetze" verliehen. Die Erbfolge mußte vom Kaiser genehmigt werden. Der Ming-Hof übergab allen Anführern öffentliche Funktionen, so daß sie sowohl locale Oberhäupter als auch ernannte Beamte der Zentralregierung waren. Im Jahr 1644 wurde die Ming-Dynastie von der Qing-Dynastie abgelöst, die die Kontrolle über Tibet verstärkte. Die Politik der Zentralregierung bezüglich einer souveränen Verwaltung Tibets wurde weiter vervollkommnet. Die Titele wie "Dailai Lama" und "Panchen Lama" wurden in dieser Zeit festgelegt. Im Jahr 1727 entsandte der Qing-Hof einen Hochkommissar nach Tibet, der als Vertreter der Zentralregierung die lokalen Behörden überwachte. Im Jahr 1793 erließ die Qing-Regierung eine 29-Punkte-Vorschrift über die Amtsbefugnisse der Hochkommissare in Tibet, die Reinkarnationen der Dalai Lamas und Panchen Lamas sowie anderer Lebender Buddhas, die militärischen Angelegenheiten an der Grenze, die auswärtigen Angelegenheiten, die Finanzverwaltung, die Gabendarbringung und Verwaltung der Klöster und über weitere Fragen. Diese 29-Punkte-Vorschrift regelte über hundert Jahre lang die lokale Verwaltung in Tibet, sie hatte den Standard von Gesetzen. Im Jahr 1911 brach inChina die Xinhai-Revolution aus, die zur Gründung der Republik China (1912-1949) führte, in der sich Han, Mandschuren, Mongolen, Hui, Tibeter und andere ethnische Minderheiten vereinigten. Die Zentralregierung führte die Verwaltung in Tibet weiter auf der in den Dynastien Yuan, Ming und Qing gelegten Basis durch. Als der 14. Dalai Lama Lhamo Dondrup 1940, sieben Jahre nach dem Tod des 13. Dalai Lama, die Nachfolge antrat, wurde dies vom Vorsitzenden der Nationalregierung der Republik China genehmigt. Die Gründung des neuen Tibets Im Jahr 1949 wurde die Volksrepublik China gegründet. Ausgehend von den historischen und aktuellen Verhältnissen beschloß die Zentrale Volksregierung Richtlinien zur friedlichen Befreiung Tibets. Am 23. Mai 1951 unterzeichneten die Vertreter der Zentralen Volksregierung und der tibetischen Lokalregierung das „Abkommen der Zentralen Volksregierung und der tibetischen Lokalregierung über Maßnahmen zur friedlichen Befreiung Tibets, ein 17-Punkte-Abkommen, das im wesentlichen aus zwei Inhalten bestand: Einerseits bekräftigte es die Forderungen der Zentralen Volksregierung an die tibetische Lokalregierung, die Volksbefreiungsarmee beim Stationieren in Tibet aktiv zu unterstützen, die Landesverteidigung zu verstärken, die Kräfte des Imperialismus zu vertreiben, alle auswärtigen Angelegenheiten der Region Tibet von der Zentralen Volksregierung einheitlich regeln zu lassen und die tibetischen Truppen Schritt für Schritt in die Volksbefreiungsarmee einzugliedern. Andererseits wurde darin versichert, keine Veränderungen des politischen Systems in Tibet und der besonderen Stellung und Kompetenzen des Dalai Lama vorzunehmen, die Sitten und Gebräuche der tibetischen Bevölkerung zu respektieren, die Religionsfreiheit zu gewährleisten, gesellschaftliche Reformen durch Vereinbarungen mit der tibetischen Führung durchzuführen und eine Politik der regionalen Autonomie der Nationalitäten zu praktizieren. Der Dalai Lama und der Panchen Erdini sandten dem Vorsitzenden der Zentralen Volksregierung, Mao Zedong, Telegramme, in denen sie die Unterstützung des 17-Punkte-Abkommens zusagten und ihre Entschlossenheit bekräftigten, die Einheit der Souveränität des Vaterlandes zu verteidigen. Die geistliche und weltliche Bevölkerung Tibets aller Ebenen und die tibetische Lokalregierung unterstützen das Abkommen entschieden, hieß es im Telegramm des Dalai Lama. Von da an begann für die tibetische Geschichte eine neue Phase. Im März 1959 entfesselten die meisten Galoins der tibetischen Lokalregierung und eine reaktionäre Clique der Oberschicht eine bewaffnete Rebellion zur Spaltung des Vaterlandes, zur Aufrechterhaltung der feudalistischen Leibeigenschaft und zum Kampf gegen demokratische Reformen. Die Zentrale Volksregierung erteilte der inTibet stationierten Volksbefreiungsarmee den Befehl, die Rebellion entschieden niederzuwerfen. Am 28. März gab Ministerpräsident Zhou Enlai Order, die tibetische Lokalregierung aufzulösen. Mit den Befugnissen der Lokalregierung wurde das Vorbereitungskomitee des Autonomen Gebiets Tibet betraut. Sodann entsprach die Zentrale Volksregierung dem Willen des tibetischen Volkes, demokratische Reformen durchzuführen und das feudale System der Leibeigenschaft abzuschaffen. Alle Leibeigenen und Sklaven wurden befreit. Nach einer stabilen Entwicklung von einigen Jahren wurde im September 1965 das Autonome Gebiet Tibet offiziell ins Leben gerufen.


<Suggest To A Friend>