| Zum Gedenken des 50. Jahrestages der Allgemeinen Menschenrechtserklärung |
| 2004/05/13 |
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fand ein internationales Symposium über
Menschenrechte, von der Chinesischen Gesellschaft für
Menschenrechtsstudien und der UNO-Gesellschaft Chinas
gemeinsam veranstaltet, im Oktober 1998 in Beijing statt.
Mehr als 80 Experten und Gelehrte aus China und 26 anderen
Ländern Asiens, Afrikas Lateinamerikas, Europas und
Nordamerikas nahmen daran teil. Rede von Qian Qichen, Vizeministerpräsident Rede von Zhao Qizheng, Leiter des Informationsamtes des Staatsrates Rede von Zhu Muzhi, Präsident der Chinesischen Gesellschaft für Menschenrechts-studien Von Qian Qichen, Vizeministerpräsident (……)Dieses Jahr markiert den 50. Jahrestag der Verabschiedung der "Universalen Deklaration über Menschenrechte", und die internationale Gemeinschaft veranstaltet eine Reihe von Aktivitäten zum Gedenken an dieses Ereignis. Letzen Januar schrieb Staatspräsident Jiang Zemin UNO-Generalsekretär Kofi Annan einen Brief, in dem er ausdrückte, daß die chinesische Regierung die internationale Gemeinschaft in ihrer Initiative über die Gedenkfeierlichkeiten für dieses Programmdokument und die Rückschau bzw. Zusammenfassung der Arbeit im Bereich der Menschenrechte voll unterstützen werde und auch bereit sei, über die Gegenwart hinaus zu blicken und die Zukunft zu planen. Das Internationale Symposium über Menschenrechte im Hinblick aufs 21. Jahrhundert, das gemeinsam von der Chinesischen Gesellschaft für Menschenstudien und der UNO-Gesellschaft Chinas ausgerichtet wird, ist ein Bestandteil der Aktivitäten, die China organisiert hat, um dieses Ereignisses zu gedenken.(……) Die "Universale Deklaration über Menschenrechte" ist das erste internationale Dokument, das auf systematischer Weise die Idee des Respektes und des Schutzes der grundlegenden Menschenrechte klar formulierte. Vor einem halben Jahrhundert verabschiedet, verleiht die Deklaration dem guten Willen und der Entschlossenheit der Völker der Welt, die zwei Weltkriege durchgemacht haben, Ausdruck, die Geißel des Krieges auszurotten und Frieden und Demokratie zu realisieren, und verkörpert die Aufmerksamkeit, die internationale Gemeinschaft der Förderung der Menschenrechte und der grundlegenden Freiheiten schenkt. Die Zeit verfliegt und eine Welt der Veränderungen ist aufgetreten. In den fünf Jahrzehnten nach Verabschiedung der Deklaration haben sich in der internationalen Lage enorme und tiefgehende Veränderungen vollzogen. Die Menschheit baute auf den Ruinen des 2. Weltkrieges wieder den Frieden auf, und die 100 Länder erhielten ihre nationale Unabhängigkeit durch die Abschüttelung der kolonialen Fesseln, was ohne Übertreibung als die größte Errungenschaft der weltweiten Mission der Menschenrechte bezeichnet werden kann. Nach der Deklaration arbeiteten die Vereinten Nationen die "Deklaration über das Recht auf Entwicklung" aus, und den Rechten der Frauen, Kinder und Körperbehinderten ist ebenfalls durchgreifende Anerkennung zuteil geworden. Das Konzept der Menschenrechte umfaßt daher ein sehr viel weiteres Spektrum. Menschenrechte und grundlegende Freiheiten sind zu einer universalen Idee und einem Ziel geworden, die die Menschen auf der ganzen Welt anstreben. Dennoch ist die Aufgabe, die in der Deklaration gesetzten Ziele zu erreichen, noch eine mühselige Reise. Die internationale Mission der Menschenrechte ist noch mit vielen Schwierigkeiten und Hindernissen konfrontiert, die viele ungelöste Fragen in bezug auf das Umfeld, die Basis, die Methoden und Modalitäten für die Realisierung der Menschenrechte umfassen. Das 21. Jahrhundert rückt näher und die Menschheit steht an der Schwelle eines neuen Jahrhunderts. Wie die existierenden Schwierigkeiten und Hindernisse zu bewältigen sind und wie das Werk der internationalen Menschenrechte in der neuen historischen Periode voranzutreiben ist, ist zu einer wichtigen Frage großen Interesses für die Welt geworden. Krieg ist die extremste Form von Gewalt gegen die Menschenrechte und die grundlegenden Freiheiten, während Frieden die Voraussetzung für die Förderung und den Schutz der Menschenrechte ist. Die Geschichte und die Praxis haben bewiesen, daß Respekt für die Ziele und die Prinzipien der UNO-Charta und die fünf Prinzipien der friedlichen Koexistenz eine wichtige Basis für die Beilegung eines jeden internationalen Streites ist und daß die Lösung von Differenzen und Streitigkeiten zwischen Nationen durch friedliche Mittel ohne Zuflucht zu Gewaltanwendung oder Drohung mit Gewaltanwendung der richtige Weg für die Realisierung und Wahrung von Frieden und Stabilität ist. Armut ist das Haupthindernis für die Realisierung von Menschenrechten, während Entwicklung die Basis für die Förderung und den Schutz der Menschenrechte ist. Zu überleben und sich zu entwickeln, ist das grundlegendste Bedürfnis des Menschen und ebenfalls das wesentlichste Menschenrecht. Die meisten Entwicklungsländer sind noch mit der mühseligen Aufgabe konfrontiert, ihre Wirtschaft zum Wachstum und ihr Land zum Wohlstand zu bringen. Während sie vor allem auf ihrer eigenen Stärke und Anstrengung gestützt sein sollten, um die o.g. Ziele zu erreichen, sollte der Rest der internationalen Gemeinschaft, insbesondere die entwickelten Staaten, seine nicht abzuweisende Verantwortung übernehmen und tatkräftig auf die Errichtung einer neuen fairen und vernünftigen internationalen politischen und wirtschaftlichen Ordnung hinarbeiten, und zwar mit Blick auf die Schaffung nötiger äußerer Bedingungen für die Entwicklung und Prosperität der Entwicklungsländer. So vielfältig und unterschiedlich die existierenden kulturellen Traditionen in der Welt auch sein mögen, so haben sie jedoch zumindest ein positives Element gemeinsam, nämlich den Respekt für Menschenrechte. Die europäischen Länder betonen die Rechte und Werte des Individuums während asiatische Nationen die Rechte der Gemeinschaft und die Verpflichtungen gegenüber der Familie und der Gesellschaft hochschätzen. Wie alles andere in der Welt, so sind die Menschenrechte ebenfalls schrittweise zu verändern und zu entwickeln. Das Beste der Zivilisationen aller Länder zu respektieren, aufzunehmen und weiterzutragen, wird dazu beitragen, das Konzept der Menschenrechte zu bereichern und zu verbessern, und ist günstig für eine gesunde Entwicklung des internationalen Werks der Menschenrechte in all seinen Aspekten. Genauso wie es keine Pflichten ohne entsprechende Rechte gibt, so gibt es in der Welt keine Rechte ohne begleitende Pflichten. Die gegenwärtige Realität ist, daß die Menschen in verschiedenen Ländern leben. Alle Individuen sollten, während sie ihre Rechte ausüben und Freiheiten genießen, sich an die Gesetze halten und ihren Pflichten nachkommen. Frankreichs "Deklaration über die Rechte des Menschen und der Bürger" definiert dies folgendermaßen: "Freiheit bedeutet, alles tun zu können, was anderen nicht schadet." Daher kann eine angemessene Handhabung der Beziehungen zwischen Rechten und Pflichten hilfreich für die Förderung und den Schutz der Menschenrechte sein. Die Menschenrechte umfassen eine Mannigfaltigkeit an Punkten, einschließlich unter anderem, bürgerliche und politische Rechte als auch wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte und ebenfalls das Recht auf Entwicklung und Existenz. Eine der ausschlaggebenden Bedeutungen der Deklaration liegt in ihrer Anerkennung der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte miteinander verknüpft sind und voneinander abhängen, sollte die internationale Gemeinschaft jedem einzelnen Recht die gleiche Bedeutung beimessen. Aufgrund der Differenzen im Hinblick auf das Gesellschaftssystem, den wirtschaftlichen Entwicklungsstand und historische und kulturelle Traditionen ist es nur natürlich, daß Länder in der Welt nicht völlig übereinstimmen, wie die Menschenrechte zu definieren, zu handhaben und zu realisieren sind. Wir alle erkennen die Universalität der Menschenrechte an und halten uns an die gleiche internationale Norm der Menschenrechte; wir alle erkennen an, daß die Menschenrechtssituation in keinem Land perfekt ist und daß alle Länder mit der schweren Aufgabe der weiteren Förderung und des Schutzes der Menschenrechte konfrontiert sind. Um gemeinsam das Werk der Menschenrechte voranzutreiben und zu stärken, sollten alle Länder ihr gegenseitiges Verständnis verbessern, eine gemeinsame Basis anstreben und ausbauen und Differenzen durch Dialoge auf der Basis der Gleichheit und des gegenseitigen Respektes reduzieren. (……) Dieses Jahr markiert den 20. Jahrestag der Reform und Öffnung Chinas. In den letzten beiden Jahrzehnten haben sich gewaltige Veränderungen in Chinas politischen, wirtschaftlichen und sozialen Verhältnissen als auch in der Mentalität der Chinesen vollzogen. Die chinesische Regierung und das chinesische Volk haben darüber hinaus eindrucksvolle Errungenschaften im Hinblick auf die Förderung und den Schutz der Menschenrechte erzielt, indem sie ihre formellen Verpflichtungen gegenüber der Deklaration in die Praxis umgesetzt haben. Die chinesische Regierung unterzeichnete letztes Jahr den "Internationalen Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte" und vor kurzem den "Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte". Bisher ist sie bereits 17 internationalen Dokumenten über Menschenrechte beigetreten. Um China in einen starken, blühenden, demokratischen und kulturell fortschrittlichen modernen Staat zu verwandeln, treiben wir unsere Reformen auf umfassende Weise und mit voller Zuversicht voran, Reformen sowohl an wirtschaftlicher als auch an politischer Front. Auf dem 15. Parteitag der KPCh im September letzten Jahres erklärte Staatspräsident Jiang Zemin eindeutig, daß wir die politische Strukturreform weiter vorantreiben, den Umfang der sozialistischen Demokratie ausweiten, das sozialistische Rechtssystem verbessern, das Land gemäß den Gesetzen regieren und aus ihm ein sozialistisches Land machen, das dem Gesetz entsprechend regiert wird. Wir werden das Volk bei der Ausübung des Rechtes auf die Verantwortung des Staates führen und unterstützen, demokratische Wahlen abhalten, politische Entscheidungen auf demokratische Weise fällen, demokratisches Management und demokratische Überwachung etablieren. Wir garantieren, daß sich das Volk nach dem Gesetz weiterreichender Rechte und Freiheiten erfreut, und wir respektieren und schützen die Menschenrechte. Ich bin davon überzeugt, daß, solange wir den Weg der Entwicklung gemäß unseren nationalen Bedingungen weiter verfolgen, China in seiner wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung bedeutende Fortschritte machen und das Niveau der Menschenrechte in China sich weiter erhöhen wird.(……) Von Zhao Qizheng,Leiter des Informationsamtes des Staatsrates (......) Das 20. Jahrhundert ist ein Jahrhundert gewesen, das weltweit Zeuge großen Fortschritts in Sachen Menschenrechte geworden ist, als auch ein Jahrhundert, in dem das chinesische Volk sein Schicksal von Grund auf geändert hat. China trat mitten im Kanonendonner in einem Zustand großer Demütigung ins 20. Jahrhundert ein, als die Verbündeten Streitkräfte der acht Mächte 1900 in Beijing einmarschierten. Das Land stand am Rande des Zusammenbruchs und die Menschenrechte erlebten eine verheerende, noch nie dagewesene Katastrophe. Für über 100 Jahre, vor allem am Anfang des 20. Jahrhunderts, war China aufgrund seiner Armut und Rückständigkeit gezwungen, sich mit Hunderten von großen und kleinen Aggressionskriegen, die von den westlichen Mächten geführt wurden, auseinanderzusetzen, und mehr als 1000 ungleiche Verträge zu unterzeichnen. Die Konsequenz war, daß Chinas Reichtum schwand und das Leben und die Würde des chinesischen Volkes Zielscheibe entsetzlicher Verwüstung wurden. Das chinesische Volk. das unter dem Krieg. der Armut und dem Mangel an Menschenrechten schrecklich litt, führte einen langandauernden unnachgiebigen Kampf, um Frieden, Entwicklung und Menschenrechte zu gewinnen, und zahlte einen hohen Preis. Es dauerte bis 1949, als die Volksrepublik China gegründet wurde, daß das chinesische Volk seiner Geschichte der Schikane und Unterdrückung ein Ende setzte und elementare Würde und Rechte als Menschen gewann. Seit Gründung der Volksrepublik -- trotz der Tatsache, daß dem Land, aufgrund verschiedener Faktoren, einige Fehler im Verlauf seines Aufbaus unterliefen und recht harter Rückschläge-- haben die chinesische Regierung und das Volk, im allgemeinen gesprochen, unaufhörliche Bemühungen unternommen, um das Ziel, sich ganz der Menschenrechte zu erfreuen, zu realisieren, und weltweit anerkannte Erfolge erzielt. Insbesondere seit Beginn der Reform- und Öffnungspolitik hat die chinesische Regierung die allgemeingültigen Prinzipien der Menschenrechte mit der aktuellen Situation des Landes kombiniert, darauf beharrt, dem Recht auf Existenz und Entwicklung Vorrang zu geben, den Aufbau der Demokratie und des Rechtssystems unter den Bedingungen der Reform, Entwicklung und Stabilität gestärkt und die Menschenrechte in einer umfassenden Art und Weise vorangebracht. Auf diesem Weg hat sie das Antlitz der chinesischen Gesellschaft gründlich verändert. In der kurzen Periode von nur 20 Jahren ist die Anzahl der in Armut lebenden Menschen in China um mehr als 200 Mio. reduziert worden, und alle Menschen im ganzen Land sind ausreichend mit Kleidung und Nahrung versorgt und schreiten zum bescheidenen Wohlstand voran. Bemerkenswerter Fortschritt ist ebenfalls im Hinblick auf den Aufbau der Demokratie und des Rechtssystems gemacht worden, was zu einer großen Verbesserung im Bewußtsein der Menschen für die Ausübung und den Genuß der bürgerlichen und politischen Rechte geführt hat. (......) In diesem Jahr suchten das Land außergewöhnlich schere Überflutungen von einem Ausmaß, daß bisher selten in der chinesischen Geschichte zu sehen war, heim. Im Kampf gegen das Hochwasser setzte die chinesische Regierung stets den Schutz des Lebens von mehr als 200 Mio. Menschen in den von den Fluten heimgesuchten Gebieten an erste Stelle, indem sie garantierte, daß alle Katastrophenopfer zu essen, sauberes Wasser zu trinken, eine Unterkunft und medizinische Versorgung hatten. Gleichzeitig stellte sie auch Einrichtungen für den reibungslosen Schulunterricht zur Verfügung. Die chinesische Regierung unternahm angemessene Vorkehrungen für die Lebensbedingungen der Menschen in den hochwassergeschädigten Gebieten und tat ihr Bestes, um die Verluste an Leben und Eigentum auf ein Minimum zu reduzieren. 1931 war China viel weniger starken Überflutungen ausgesetzt gewesen, während denen es jedoch zu mehr als 140 000 Todesopfern kam. Dies bildet einen schroffen historischen Kontrast zur gegenwärtigen Situation. Dies beweist ebenfalls, von einem Aspekt aus gesehen, daß die chinesische Regierung die Grundrechte des chinesischen Volkes wirksam geschützt und gefördert hat. Wie in anderen Ländern ist Chinas Menschenrechtssituation noch lange nicht perfekt. Beschränkt durch seine natürlichen und historischen Bedingungen und den wirtschaftlichen Entwicklungsstand hat China noch einen langen Weg zurückzulegen, um seine Modernisierung zu realisieren und zu garantieren, daß sich sein Volk vollständig der Menschenrechte erfreuen kann. Im letzten Jahr, auf der Basis einer Zusammenfassung der Erfahrungen des Landes, unterbreitete der 15. Parteitag der KPCh wieder das Ziel der Verwaltung des Landes gemäß dem Gesetz und des Aufbaus eines Rechtsstaates. Auf dem Parteitag wurde betont, daß die Kommunistische Partei, die regierende Partei, Respekt und Gewährleistung der Menschenrechte anstrebt, und die Verwaltung des Landes nach dem Gesetz und die Gewährleistung der Menschenrechte wurden in Chinas jahrhundertüberschreitende Entwicklungsstrategie eingeschlossen. All dies hat weitreichende Aussichten für die Entwicklung von Chinas Menschenrechtsprogramm im nächsten Jahrhundert eröffnet. Viele Jahre lang wußten andere Länder wenig über Chinas Menschenrechtssituation, und es hat viele Mißverständnisse gegeben. Um der Welt das wahre Bild von Chinas Menschenrechtssituation zu präsentieren, hat das Informationsbüro des Staatsrates seit 1991 10 Weißbücher über Menschenrechte publiziert. Dennoch scheinen andere Länder aus unterschiedlichen Gründen kaum korrekte Informationen über Chinas Menschenrechtssituation zu erhalten. Im Gegenteil, es sind weit und breit falsche Informationen über Chinas Menschenrechtssituation in Umlauf gebracht worden. Vor dem 1. Juli letzten Jahres wiegelten die westlichen Massenmedien die öffentliche Meinung auf, indem sie voraussagten, daß die Zukunft Hong Kongs nach seiner Wiedervereinigung mit dem Mutterland unheilverheißend sein würde, daß Hong Kong, eine Insel der Demokratie, durch die autokratische Flut des Kommunismus überschwemmt werden würde und daß Hong Kong die Freiheit der Meinungsäußerung, Versammlung und Presse verlieren würde. Sie beschworen ein Bild herauf, als ob Hong Kong dem Untergang geweiht sei. Die tatsächlichen Ereignisse im letzten Jahr beweisen jedoch, daß China sein Versprechen vollständig gehalten hat und Hong Kong dank der Politik "ein Land, zwei Systeme" so gut und reibungslos wie eh und je funktioniert. Im Juni 1998 waren einige Zeitungen wie der "Observer" aus Großbritannien, "The Commercial Times" aus den USA, "Rassiya' aus Rußland und ,,Star Island Daily" aus Hong Kong in ihren Aussagen einstimmig: "Das letzte Jahr ist für einige Propheten ein sehr schlechtes Jahr gewesen, aber ein relativ gutes Jahr für Hong Kong" und "Es ist niemals zuvor vorgekommen, daß so viele Voraussagen sich als falsch herausgestellt haben." Dies ruft zu tiefgehenden Überlegungen darüber auf, warum Berichte vieler westlicher Massenmedien in ihren Aussagen einen derartig auffallenden Kontrast zu den Fakten produzieren. Vor Präsident Clintons China-Besuch im Juni dieses Jahres waren positive Berichte über China in den Vereinigten Staaten eine Seltenheit. Als Präsident Clinton jedoch nach China kam, brachte er eine große Anzahl von Korrespondenten mit, die das erste Mal dem amerikanischen Volk die Chance gaben, Chinas Entwicklung und Veränderung auf eine vergleichsweise objektive Art und Weise zu vermitteln. Die Französische Informationsunion sagte, daß die Berichte über Clintons China-Besuch "das Bild des Neuen China zum ersten Mal richtig tief in Zehntausende von amerikanischen Durchschnittsfamilien eindringen lassen würden". Dies traf auch auf die amerikanischen Politiker und Massenmedien zu, die äußerst "überrascht" waren über die chinesische Wirklichkeit, mit der sie in Kontakt kamen. Die o.g. zwei Beispiele zeigen, wie weit das Verständnis westlicher Länder für China von den tatsächlichen aktuellen Verhältnissen Chinas entfernt ist. Der Hauptgrund liegt darin, daß einige Personen in den westlichen Ländern daran gewöhnt sind, Menschenrechtsangelegenheiten politisch und ideologisch zu beurteilen, ein gewisses Gesellschaftssystem als Verkörperung der Menschenrechte betrachten und andere Gesellschaftssysteme und Entwicklungsmodelle als Ausdruck der Verletzung der Menschenrechte ansehen. Daher betrachten sie das China unter Führung der Kommunistischen Partei als ein Land, das sich den Menschenrechten widersetzt. Eine derartige Denkweise machte sie zu Opfern der "Höhlenidole" in der Metaphorik des britischen Philosophen Francis Bacon. Durch die "Höhlenidole" getäuscht, sind sie weder in der Lage, die wahre Menschenrechtssituation Chinas korrekt zu verstehen, noch die gewaltigen Veränderungen und Entwicklungen, die in China stattfinden, zu sehen. Sie gehen sogar so weit, daß sie Chinas Bemühungen, die Menschenrechte zu fördern, als Verletzung der Menschenrechte einstufen. Frieden, Entwicklung und Menschenrechte sind die gemeinsamen Forderungen aller Länder der Welt als auch die Ziele des Kampfes, auf dem das chinesische Volk mehr als l00 Jahre lang beharrt hat. Jetzt spart China keine Anstrengungen, um sich selbst in ein blühendes, demokratisches und kulturell fortschrittliches Land zu verwandeln. Es ist ein großes jahrhundertüberschreitendes Ziel, ein Fünftel der Menschheit vollständig aus der Armut zu befreien und die Menschenrechte ganz zu realisieren, als auch ein wichtiger Bestandteil der Mission des Friedens, der Entwicklung und der Menschenrechte der Welt. China hat seine Öffnung nach außen vollzogen und will alle hervorragenden Faktoren der Kulturen und nützlichen Erfahrungen der Menschheit aufnehmen. Es benötigt auch das Höchstmaß an Verständnis und Unterstützung anderer Länder. (......) Von Zhu Muzhi, Präsident der Chinesischen Gesellschaft für Menschenrechtsstudien (......)In den letzten 50 Jahren haben weltweit riesige Veränderungen stattgefunden, und die Mission der Menschenrechte ist vielen neuen Problemen, entstanden durch die sich verändernde Situation, ausgesetzt. Die wichtigste Frage gemeinsamen Interesses der Völker aller Länder anläßlich des 50. der Veröffentlichung der "Universalen Deklaration über Menschenrechte" ist, wie im kommenden 21. Jahrhundert die Menschenrechte weiter gefördert werden. (......) Wenn wir darüber diskutieren, wie die Menschenrechte im nächsten Jahrhundert zu fördern sind, ist es notwendig, daß wir zunächst die Entwicklungen und Errungenschaften der internationalen Menschenrechte in den letzten fünf Jahrzehnten überdenken. Es ist wunderbar, festzustellen, daß in den letzten fünf Jahrzehnten kein Weltkrieg mehr ausgebrochen ist und daß viele Länder die Kolonialherrschaft abgeschüttelt und ihre Unabhängigkeit wieder erlangt haben. Das chinesische Volk gründete. nachdem es Imperialismus, Feudalismus und bürokratischen Kapitalismus besiegt hatte, die wie drei Berge schwer auf ihm gelastet hatten, eine demokratische Volksrepublik. Die Basisbedürfnisse der 1,2 Mrd. zählenden Bevölkerung Chinas sind im wesentlichen befriedigt worden, und das chinesische Volk arbeitet jetzt hart auf das Ziel bescheidenen Wohlstands hin. Im Feld der Menschenrechte, einschließlich des Rechtes auf Existenz und des Rechtes auf Entwicklung, hat China ebenfalls bemerkenswerte Errungenschaften erzielt. Ich bin davon überzeugt, daß dieser kurze Rückblick auf die Entwicklung der internationalen Menschenrechte in den letzten 50 Jahren uns in großem Maße helfen wird, unsere ganze Kraft zusammenzunehmen und zuversichtlicher zu sein, an den Zielen und Grundprinzipien, die in der UNO-Charta und der "Universalen Deklaration über Menschenrechte" dargelegt sind, festzuhalten und im nächsten Jahrhundert die Menschenrechte weiter zu fördern. In den letzten fünf Jahrzehnten haben die Völker aller Länder der Welt den Menschenrechten immer mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Sich der Menschenrechte in ihrem ganzen Umfang zu erfreuen, ist zum gemeinsamen Ziel geworden. Dennoch unterscheidet sich die tatsächliche aktuelle Situation von Land zu Land, und der eingeschlagene Weg jedes Landes ist verschieden. China hat sich dazu entschieden, in Übereinstimmung mit seinem historischen Hintergrund. seinem Gesellschaftssystem, seinen kulturellen Traditionen und seinem wirtschaftlichen Entwicklungsstand seinen eigenen Weg zu gehen. Fortschritt in Sachen weltweiter Menschenrechte wird durch die Anstrengung eines jeden einzelnen Landes, jedes auf seine Weise, gemacht. Alles Wissen und alle Erfahrungen, die von den verschiedenen Ländern gesammelt worden sind, tragen zum Schatzhaus des Werkes der internationalen Menschenrechte bei. Wir hoffen, daß wir auf dieser Konferenz unsere verschiedenen Auffassungen verständlich machen können, Erfahrungen austauschen und voneinander lernen, was gut für uns ist, damit unsere tiefere Erforschung der Förderung der Menschenrechte davon profitiert. Die Geschichte hat gezeigt, daß sich Wissen und Praxis in Sachen Menschenrechte im Einklang mit den sich veränderten Zeiten entwickeln. Ein gutes Beispiel kann darin gesehen werden, daß im Anschluß an die Bekanntgabe der "Universalen Deklaration über Menschenrechte" die verschiedenen Konventionen, Erklärungen und Programme über Menschenrechte, die von den Vereinten Nationen in den letzten 50 Jahren verabschiedet wurden, die Menschenrechte in ihrem Inhalt, ihrem Konzept und ihren Prinzipien vertieft und weitreichender gemacht haben. Gegenwärtig verbleiben, trotz bemerkenswerter Errungenschaften, noch zahlreiche große Probleme. die einer Lösung bedürfen. Darüber hinaus sind mit den riesigen Veränderungen, die in der Welt stattfinden, viele neue Probleme, die die Menschenrechte ernsthaft verletzen, aufgetaucht. Diese umfassen das ungelöste Problem der Rechte auf Existenz und Entwicklung, die mehr als 1 Mrd. Menschen weltweit verwehrt sind. Hegemonismus und Machtpolitik, die immer noch wuchern, eine ungerechte Wirtschaftsordnung, die der Korrektur bedarf, und auch noch nicht unter Kontrolle gebrachte Probleme wie Rassismus, Terrorismus, Drogenschmuggel und Umweltverschmutzung. Mit der neuen Situation in der Welt von heute konfrontiert, hoffen wir, die Gelegenheit dieses Symposiums zu nutzen, um gemeinsam neue Theorien, neue Ansichten und neue Prinzipien, die repräsentierbarer sind, zu erforschen und zu diskutieren und neue Ausgangspunkte und neue Ziele für die weitere Entwicklung der Menschenrechte anzutreiben. Heutzutage existieren in der internationalen Gemeinschaft nach wie vor Differenzen im Bereich der Menschenrechte, aber die Stimmen, die sich für einen Dialog und gegen Konfrontation aussprechen, werden immer lauter. Diese Konferenz ist ebenfalls ein Dialog. (......) |