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Fuenfzig Jahre Tibet

2004/05/13

Tibet gehört China seit dem 13. Jahrhundert und steht seither direkt unter der Verwaltung durch die Zentralregierung. Der Dalai Lama und der Panchen Lama erhielten erst nach der Genehmigung durch die Zentralregierung ihre politische und geistliche Legitimität.  Der jetzige 14. Dalai Lama wurde seinerzeit vom Vorsitzenden der Nationalen Regierung genehmigt.  Aufgrund dieser Tatsachen und angesichts der damals in Tibet herrschenden Situation, d. h.,  es bestand die Gefahr, Tibet vom Vaterland abzutrennen, beschloß die Zentralregierung in Beijing im Januar 1950, auch Tibet friedlich zu befreien, nachdem die angrenzenden Provinzen wie Yunnan, Xinjiang und Xikang auf friedliche Weise befreit wurden.

Die Zentralregierung bot der Lokalregierung in Lhasa Verhandlung an. Als das Ergebnis der Verhandlung wurde am 23. Mai 1951 das „Abkommen zwischen der Zentralen Volksregierung und der tibetischen Lokalregierung über Maßnahmen zur friedlichen Befreiung Tibets“ unterzeichnet, auch als „17-Punkte-Abkommen“ genannt.

Das Abkommen bestand im wesentlichen aus zwei Teilen: Einerseits bekräftigte es die Forderungen der Zentralen Volksregierung an die tibetische Lokalregierung, die Volksbefreiungsarmee beim Einmarsch in Tibet aktiv zu unterstützen, die Landesverteidigung zu verstärken, die imperialistischen Kräfte zu vertreiben, alle auswärtigen Angelegenheiten der Region Tibet von der Zentralen Volksregierung einheitlich regeln zu lassen und die tibetischen Truppen schrittweise in die Volksbefreiungsarmee einzugliedern. Andererseits wurde darin versichert, keine Veränderungen des politischen Systems in Tibet und der besonderen Stellung und Kompetenzen des Dalai Lama vorzunehmen, die Sitten und Gebräuche der tibetischen Bevölkerung zu respektieren, die Religionsfreiheit zu gewährleisten, gesellschaftliche Reformen durch Vereinbarungen mit der tibetischen Führung durchzuführen und eine Politik der regionalen Autonomie der Nationalitäten zu praktizieren.

Der Dalai Lama und der Panchen Erdini sandten dem Vorsitzenden der Zentralen Volksregierung, Mao Zedong, Telegramme, in denen sie die Unterstützung des 17-Punkte-Abkommens versicherten und ihre Entschlossenheit bekräftigten, die Einheit der Souveränität des Vaterlandes zu verteidigen. Die geistliche und weltliche Bevölkerung Tibets aller Ebenen und die tibetische Lokalregierung unterstützen das Abkommen entschieden, hieß es im Telegramm.

Im Jahr 1954 kamen der Dalai Lama und der Panchen Erdini gemeinsam nach Beijing zur Teilnahme am 1. Nationalen Volkskongreß der Volksrepublik China, auf dem der Dalai Lama zum stellvertretenden Vorsitzenden und der Panchen Erdini zum Mitglied des Ständigen Ausschusses des Nationalen Volkskongresses gewählt wurden. Auf dem Kongress berichtete der Dalai Lama über die positiven Ergebnisse, die bei der Umsetzung des Abkommens erzielt wurden.



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